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Narrenring
Oberer
Neckar
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Gründungsgeschichte des Narrenringes Oberer Neckar

 

Die Aktivitäten der Narrenzünfte in der Zeit der 1960/1970 - Jahre und die Schaffung neuer Narrentypen

hat zu einem spürbaren Aufschwung des närrischen Brauchtums geführt.
Diese närrische Aufbruchsstimmung war im gesamten Bereich der schwäbisch alemannischen Fasnet spürbar.
In dieser närrischen Euphorie gab es immer mehr Tendenzen, dass sich die Zünfte nicht nur im

jeweils örtlichen Rahmen bewegen, sondern dass sie sich in Narrenvereinigungen zusammenschließen

und sich gegenseitig unterstützen.
Es war diesbezüglich also einiges los in der schwäbisch-alemannischen Fasnetslandschaft.
Das war die Zeit wo fast jede Zunft Überlegungen anstellte, ob man sich irgendwo anschließen sollte
oder anschließen müsste.
In diesem Zeitraum hat sich auch die Idee entwickelt, dass sich verschiedene Zünfte im

Oberndorfer Raum zu einem Freundschaftsring zusammenschließen könnten.
Diese Idee, diese Gedanken kamen auch bei den Narrenzünften Aistaig, Bochingen, Boll, Epfendorf, Hochmössingen und Waldmössingen zu tragen.
Vater dieses Gedankens und somit auch Initiator des Narrenringes Oberer Neckar
war der Gärtnermeister Alois Stauß aus Aistaig.
Auf Initiative der „Narrenvereinigung Aistaig 1938“ wurde auf den 09. Februar 1968

zum ersten koordinierenden Gespräch eingeladen. 

Es gab dort keine abschließende Einigung.

Man war sich aber darüber einig, dass die Idee zur Gründung eines Freundschaftsringes nach der Fasnet 1968 weiterverfolgt werden soll.
Im Zeitraum Frühjahr bis Herbst 1968 gab es dann entsprechende Beratungen in den einzelnen Zünften

und in den jeweiligen Generalversammlungen.
Im Herbst 1968 war dann die zweite Zusammenkunft der Zunftpräsidenten mit dem Ergebnis am

18./19. Januar 1969 ein sogenanntes „Testtreffen“ in Bochingen durchzuführen.
Nach diesem „Testtreffen“ gab es im Frühjahr 1969 eine nochmalige Entscheidungsfindung in den

einzelnen Zünften zu einem Zusammenschluss zum „Freundschaftsring Oberer Neckar“.
Dies führte dann am 19.09.1969 zum Beschluss zur Bildung eines Freundschaftsringes.
Schriftlich wurde dies letztendlich am 29.12.1969 vereinbart und von allen Präsidenten unterschrieben.

Dort wurde vereinbart, dass in den folgenden Jahren weitere Narrentreffen bei den restlichen Zünften

stattfinden sollen. Erst danach will man endgültig entscheiden, ob der Freundschaftsring auf Dauer

weiterbestehen soll.

So fanden folgende Narrentreffen statt:

1970 Epfendorf

1971 Boll

1972 Aistaig

1973 Waldmössingen

1974 Hochmössingen

Im April 1974 traf man sich zu einer Ringsitzung in Waldmössingen, bei der folgendes beschlossen wurde:

1. Der inzwischen sogenannte "Narrenring Oberer Neckar" soll weiter bestehen

2. Eine Erweiterung des Narrenringes um weitere Zünfte soll möglichst nicht erfolgen

3. Ringpräsident ist immer der Präsident von der Zunft, die das Narrentreffen ausrichtet

4. Es gibt künftig einen Ringschriftführer

5. Die künftiges Narrentreffen sollen im 2-jährigen Turnus stattfinden

 

Zu den Gründungsmitgliedern 1968/69 zählten seinerzeit:

Narrenzunft Aistaig:

Präsident Hermann Steidinger, Ehrenelferrat Alois Stauß, Ehrenelferrat Karl Berger und Elferrat Erwin Kiefer

Narrenzunft Bochingen: 

Präsident Heinz Angler und dessen Stellvertreter Otto Minder

Narrenzunft Boll: 

Präsident Hans Weizmann und dessen Stellvertreter Alfred Rohr

Narrenzunft Epfendorf: 

Präsident Josef Merz und dessen Nachfolger im Amt, Gerhard Heim

Narrenzunft Hochmössingen: 

Präsident Edmund Söll

Narrenzunft Waldmössingen: 

Gildemeister und Präsident Max Erath und dessen Nachfolger im Amt, Eugen Kimmich,
sowie Johannes Schneider

Alois Stauß